Hans Salentin: „Spirale“
- Künstler:
- Hans Salentin
- Titel:
- Spirale
- Jahr:
- 2001
- Technik:
- Siebdruck
- Auflage:
- 77
- Kategorien:
- Skulptur
Weitere Informationen zu diesem Werk
„Spirale“ gehört zu Hans Salentins frühen plastischen Arbeiten aus der Werkgruppe der sogenannten Schlitzkästen. Das Werkverzeichnis führt die Arbeit unter der Nummer WVZ 1963-6. Charakteristisch für diese Arbeiten sind übereinandergesetzte und gebogene Aluminiumbleche, die eine räumlich wirksame Reliefstruktur bilden. Bei diesem Werk ist eine Spirale in eine Öffnung des Reliefkörpers eingefügt. Die Arbeit steht damit im Zusammenhang mit Salentins Auseinandersetzung mit industriellen Materialien und konstruktiven Formen. Zugleich weist die reduzierte, auf Licht, Fläche und Tiefe konzentrierte Formensprache auf die Nähe seines Werks zur Kunst der ZERO-Zeit hin.
Informationen zu diesem Künstler
Hans Salentin (1925–2009) war ein deutscher Maler, Bildhauer und Zeichner, der in Düren geboren wurde und später in Köln lebte und arbeitete. Nach seinem Studium an der Kunstakademie Düsseldorf in der Klasse von Paul Bindel gehörte er zum engeren Umfeld von Heinz Mack und Otto Piene. 1957 schloss er sich der Gruppe 53 an und nahm in den folgenden Jahren auch an Ausstellungen im Umfeld der entstehenden ZERO-Bewegung teil. In seinen frühen Arbeiten verband er weiße Dachziegel, Zinkblech und gefundene Materialien zu reliefartigen, monochromen Kompositionen. Später entwickelte er aus Aluminiumgussteilen zusammengesetzte, teils surreal anmutende Skulpturen, die er häufig einfarbig fasste. Neben seiner plastischen Arbeit entstanden zahlreiche Collagen, Zeichnungen und Bilder, in denen Salentin Prinzipien der Montage, Materialverfremdung und Reduktion untersuchte. 1977 wurde er zur documenta 6 nach Kassel eingeladen; heute gilt er als eigenständiger und bedeutender Vertreter der deutschen Nachkriegsavantgarde.
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