Gerhard Richter: „Die Welt“
- Künstler:
- Gerhard Richter
- Titel:
- Die Welt
- Jahr:
- 2012
- Technik:
- Farbiger Tintenstrahldruck auf Maschinenbüttenkarton
- Werkformat:
- 57,3 × 40 cm*
- Auflage:
- 100 Exemplare
- Kategorien:
- Grafik Edition geringe Auflage
Weitere Informationen zu diesem Werk
Die Edition basiert auf dem Titelblatt der Tageszeitung Die Welt vom 5. Oktober 2012. Das Motiv zeigt Sabine Moritz, Richters zweite Ehefrau, und seinen Sohn Theo in einem privaten, häuslichen Moment. Die fotografische Vorlage ist in der für Richter charakteristischen Unschärfe wiedergegeben, wodurch die Figuren zugleich präsent und entzogen wirken. Inhaltlich knüpft das Blatt an sein langjähriges Interesse an Familienbildern und fotografischen Bildvorlagen an. Durch die Übertragung eines Zeitungstitelblatts in eine signierte Edition verbindet das Werk publizistische Alltagskultur mit den Formen der Druckgrafik. Das Werk ist unter der Editionsnummer 157 im Werkverzeichnis der Druckgrafik erfasst.
Informationen zu diesem Künstler
Gerhard Richter, geboren am 9. Februar 1932 in Dresden, zählt zu den bedeutendsten Malern der deutschen Nachkriegskunst. Nach seiner Ausbildung an der Kunstakademie in Dresden studierte er ab 1961 an der Kunstakademie Düsseldorf, wo er unter anderem Sigmar Polke und Blinky Palermo begegnete. Gemeinsam mit Polke prägte er den sogenannten Kapitalistischen Realismus, eine kritisch-ironische Auseinandersetzung mit der Bildwelt der Massenmedien und der westdeutschen Konsumgesellschaft. Bekannt wurde Richter zunächst durch seine nach Fotografien gemalten, häufig weichgezeichneten Bildkompositionen, die das Verhältnis von Wirklichkeit, Abbild und Malerei untersuchen. Parallel entwickelte er eine vielfältige abstrakte Praxis, in der er Farbe mit Rakeln über die Leinwand zieht, Schichten freilegt und kontrollierte ebenso wie zufällige Prozesse miteinander verbindet. Sein Werk umfasst darüber hinaus Landschaften, Porträts, Stillleben, monochrome Bilder, Druckgrafiken und Glasskulpturen und setzt sich immer wieder mit Erinnerung, deutscher Geschichte und den Möglichkeiten des Mediums Malerei auseinander.
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